Freitag, 7. Juli 2017

Ruger Precision Rifle (#08)



ZF-Wechsel zu KAHLES K312i

Gesamtschusszahl: 220 + 50 = 270
Davon mit SD: 0


Auf die angekündigte Laufreinigung der Ruger wurde vorerst verzichtet. Dafür erfolgten der Wechsel des Zielfernrohrs vom Vortex Razor HD 3-15x50 zum Kahles K312i mit 3-12x50 sowie die Umstellung auf die Laborierung RUAG SWISS P.



25-m-Methode
Selbst in Kreisen professioneller Anwender wird die 25-m-Methode zum Einschießen eines ZF-Gewehrs mitunter skeptisch betrachtet. Sinn und Zweck der 25-m-Methode ist es, ein Scharfschützengewehr mit minimalistischen Aufwand und kaum nennenswerter Infrastruktur so zu justieren, dass es über die nutzbare Gesamtdistanz der jeweiligen Laborierung einsatzfähig ist.



Probe
Mit dem Zielfernrohrwechsel erfolgte die Probe aufs Exempel. Nach dem Einschießen auf 25 Meter sollte die Ruger RPR sofort einen 500-m-Treffer anbringen. Ohne weitere Treffpunktüberprüfung auf einer Zwischendistanz.
Vorausgesetzt, auf der 25-m-Distanz wurde sorgfältig und präzise gearbeitet, ergibt sich für die Waffe ein 100-m-Fleckschuss. Ausgehend von dieser Marke korrigiert der Schütze den Geschossabfall über den Höhenturm des ZF. Bei der Ruger und einem ZF in mil-Verstellung beträgt dieser Wert erfahrungsgemäß +40 Klick. Seitenturm minus 1 für die Spindrift bei 500 Metern.



Resultat
Der Erstschusstreffer aus der RPR hatte über 500 Meter eine Abweichung vom Haltepunkt (Zielmitte) von 9 cm links bei korrekter Höhe. Der Folgeschuss lag 8 cm links und 5 cm hoch. Die Methode funktioniert also.

Streukreise
Im weiteren Verlauf produzierte die RPR auf 500 Meter 5-Schuss-Streukreise von 17 cm und 16 cm, was etwa 0,3‰ bis 0,4‰ entspricht. Die beste Gruppe mit der RUAG SWISS P lag bei 6 cm Breite mal 8 cm Höhe (0,15‰). Die durchschnittliche Geschwindigkeit im Ziel (V500) betrug 481 m/s. Das sind gut 65 m/s mehr als mit der CineShot und ihrem 147 gr. Geschoss.



Schaft
Der Schaft der Ruger RPR ist nicht nur abklappbar, sondern auch in Länge und Höhe verstellbar. Die Arretierung erfolgt über zwei Hebel, die gegengespannt werden. Die Spannkraft dieser Hebel kann jeweils über eine Rändelschraube voreingestellt werden. Bei dieser Trainingssitzung passierte es zum Zweiten Mal, dass die Spannkraft der Hebel nicht ausreichte und der Schaft sich während des Schießens durch den Rückstoß selbst einschob.

Ausblick
Vielleicht wird der Lauf bis zur nächsten Trainingssitzung gereinigt.



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