Samstag, 30. Juli 2016

Die Waffenkultur – Ausgabe 29 (Juli/August 2016)


Ausgabe 29 (Juli/August 2016)



 
Die Juli/August Ausgabe hat folgenden Inhalt:

Deutschlands Dienstpistole: Die P.38
Dickes Ding: Pistole FNX-45 Tactical
Dauertest: 3 Jahre Tikka T3 TAC
Tactical Dynamics: Kapitel 4
Schlaufenlos: TecGrip® Innenbundholster
Süddeutsche Manufakturarbeit: Der Battlebelt
Really Sneaky: Gewehrtasche von SERT
Gearslinger: Maxpedition Incognito
Beinverteidigung: Leo Köhler Defender 2.0
Trefferauswertung: SMT Shooter’s Pack II
Victorinox: Limited Edition 2016
Sächsische Wertschöpfung: Firmenporträt DAR
Kalenderblatt: 80 Jahre Legion Condor




Freitag, 15. Juli 2016

Langzeittest: Black Label M4 - Woche 87



Haltepunktüberprüfung Eisenvisierung

Gesamtschusszahl: 6.370 + 110 = 6.480
Davon mit SD: 860

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 0

Eine Haltepunktüberprüfung der offenen Visiereinrichtung stand im Mittelpunkt der Trainingssitzung auf der 300-m-Bahn.
Dazu wurde eine neu gestaltete „Anschussscheibe 25 Meter“ genutzt. Dieses Zielmedium findet seit Kurzem Verwendung auf Gewehrkursen von Akademie 0/500 und soll das Einschießen insbesondere von AR-15 Gewehren nach der 25-m-Methode erleichtern.



Anschussscheibe 25 Meter
Als Haltepunkt dient ein Schwarzes Quadrat von etwa 2,5 cm Seitenlänge. Mit der offenen Visierung wird ein Haltepunkt „Aufsitzend“ gewählt, mit einer Rotpunkt-Optik der Haltepunkt „Fleck“.
Zwei dünne Linien unterhalb des Quadrats geben die Treffpunktlage vor, die bei einem AR-15 zum ersten Schnittpunkt bei 50 Meter führt. Relativ laborierungsunabhängig entsteht der zweite Schnittpunkt bei 180 Meter. Auf 300 Meter entsteht ein Tiefschuss von etwa 35 cm. Hier spielen allerdings Laborierung und Lauflänge eine größere Rolle. Es kann zu Abweichungen von +/- 5 cm kommen.

Praxistest
Wird auf der 25-m-Distanz gewissenhaft gearbeitet, ergeben sich im Praxistest tatsächlich ein Fleckschuss auf 50 Meter sowie ein weiterer Schnittpunkt auf 180 Meter. Auf 100 Meter entsteht ein leichter Hochschuss von 6 cm.
Das Einschießkonzept 50m/180m ist für AR-15 empfehlenswert. Die Höhenablage ist über die gesamte Distanz gut beherrschbar. Treffer auf 300 Meter sind bei der Standardzielgröße von 50 x 80 cm auch mit offener Visierung noch relativ problemlos machbar.



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Samstag, 2. Juli 2016

Mini-Fitnesspark im Eigenbau



Barren und Reck sind seit über 100 Jahren Geräte für ein effektives Ganzkörpertraining. Sie gehen auf den Schöpfer der deutschen Turnerbewegung Friedrich Ludwig Jahn zurück. Der Fitnesspark im eigenen Garten kann schon für weniger als 500 Euro umgesetzt werden.

Es braucht kein riesiges Areal, wie seinerzeit die Berliner Hasenheide, zur Umsetzung dieses Fitnessparks. Zum Aufbau eines Barren und einer Klimmzugstange (Reck) sind etwa zweieinhalb mal drei Meter ausreichend.
Im Volkspark Hasenheide im Zentrum Berlins entstand im Juni 1811 der erste öffentliche Turnplatz. Bis zum Jahr 1817 sollte die Zahl dieser Plätze in Preußen auf über 100 wachsen. Allein in der Hasenheide trainierten 1817 über 1.000 Turner. Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) gilt als der Schöpfer und Ideengeber dieser frühen Turnbewegung in Preußen. Was ihm auch den Beiname „Turnvater Jahn“ einbrachte. Darüber hinaus gilt Jahn als der Erfinder der Turngeräte Reck und Barren. Er stellte das Turnen in den Dienst der patriotischen Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg. Der große Erfolg, den Turnvater Jahn mit seinem Erziehungsgedanken hatte, rief natürlich Kritiker und Feinde auf die Tagesordnung. Ende 1817 wurde das Turnen verboten. Die Aufhebung des Turnverbots erfolgte erst wieder 1842. Im Jahr 1848 gründete sich der Deutsche Turnerbund.
In der heutigen Zeit wird Turnen auch neudeutsch mit dem altgriechischen Wort Calisthenics bezeichnet. Wegen der steigenden Anzahl von Fitness Parks im öffentlichen Raum, hat sich auch der Begriff „Street Workout“ als Synonym für „Turnen“ etabliert. Heute wäre Friedrich Ludwig Jahn vermutlich der „Street Workout Daddy“.



Der Kleinstfitnesspark
Wieder mehr Variantenreichtum ins eigene Training zu bringen, unabhängig von Fitness-Studios zu sein aber vor allem die Lust, bei schönem Wetter etwas draußen machen zu können, brachte die Idee eines Kleinstfitnessparks auf den Plan. In der Minimalkonfiguration reichen ein Barren und ein Reck. Je nach verfügbaren Platz oder Trainingseifer ließen sich weitere Geräte oder Modifikationen integrieren. Um möglichst hohe Stabilität bei geringem konstruktivem Aufwand zu erreichen, wurden Reck und Barren baulich kombiniert. Einschränkungen in der Nutzbarkeit der Geräte entstehen dadurch nicht.
Beim Reck wurde auf ausreichend Abstand zum nächsten Hindernis (Wand, Hecke) geachtet, um bei fortschreitenden Trainingserfolgen auch Umschwünge turnen zu können. Die Barrenstangen wurden um etwa 20 cm über den Pfosten hinaus verlängert. Je nach Aufstellort kann das an beiden Enden des Barrens passieren oder nur an einem Ende.
Die Bodenanker wurden so gesetzt, dass sie der jeweils größten Vektorkraft entgegenwirken.



Umsetzung
1.) Löcher für Fundamente ausheben (Erste Trainingseinheit). Für den einzelnstehenden Pfosten des Recks sind 80 cm Tiefe erforderlich; für alle anderen Fundamente reichen 50 cm Tiefe.
2.) Beton einbringen und dabei Bodenanker setzen. (Zweite Trainingseinheit)
3.) Bodenaushub in Container verladen (Dritte Trainingseinheit).
4.) Pfosten in den Bodenankern befestigen.
5.) Reck- und Barrenstangen einsetzen. Street Workout Daddy’s Pro-Tipp: Wer bei Arbeitsschritt 2 auf Lot und Flucht geachtet hat, hat es jetzt einfacher.
6.) Holzteile regelmäßig (mindestens einmal pro Jahr) mit Holzschutzlasur behandeln.

Zeichnung mit allen relevanten Maßen. Fundamente 80 bzw. 50 cm tief


Kosten
1,5 m³ Beton: ca. 80 Euro
5 Stk. Bodenanker: ca. 60 Euro
Holzteile: ca. 300 Euro
Remmers 3-in-1 Lasur: ca. 40 Euro