Dienstag, 31. Januar 2012

Die Waffenkultur – Ausgabe 02 (Januar/Februar 2012)

Das Jahr 2012 hatte mit der SHOT Show in Las Vegas aus waffenkultureller Sicht einen grandiosen Auftakt. Nach Angaben der National Shooting Sports Foundation, dem Veranstalter der SHOT, brach die diesjährige Messe alle Rekorde. Mehr als 61.000 Besucher darunter fast 2.500 Medienvertreter sowie Aussteller aus 100 Ländern gaben sich ein Stelldichein auf der größten Waffenmesse weltweit.

Die Stimmung in der Szene ist ausgesprochen gut und optimistisch. Mit einem Jahresgesamtumsatz von 4.000.000.000 USD ist die Waffen-, Zubehör- und Ausbildungsbranche ein heller Lichtschein in der sonst eher depressiven US-Wirtschaft. Bleibt zu hoffen, dass die Welle des Optimismus aus Übersee im März bis auf die IWA schwappt und sich die deutsche Leitmesse stark und selbstbewusst präsentieren wird.



Ausgabe 02 (Januar/Februar 2012)


Die Januar/Februar Ausgabe hat folgenden Inhalt:

- Nachtschicht: Der Night-Fighter Kurs mit Kyle Lamb
- SHOT Show 2012 in Las Vegas
- Larry Vickers im Interview
- Die SIG 516 Patrol in .223 Rem.
- Die Springfield Armory M1A National Match
- Die Seitengewehre der NVA der DDR
- Das Militärhistorische Museum in Dresden
- SureFire M3LT CombatLight
- Recht: Kommt ein Verbot „militärischer“ Halbautomaten?
- Buchempfehlungen: „Kriegs-Kultur“ und „Deep Survival“



Zum .pdf-Download: http://waffenkultur.com/



Oder über das Portal: www.waffenkultur.com

Sonntag, 15. Januar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 02

Die SIG 516 hatte ihren ersten Auftritt auf dem Schießstand. Die Waffe wurde eingeschossen und absolvierte zwei Standardübungen aus dem Programm von Kyle Lamb. Und erlebte ihre erste Störung.


Gesamtschusszahl: 240

Störungen Typ I: 0
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 1

Verschleißteile: keine



Einschießen
Beim ersten Ausflug auf den Schießstand wurde die SIG 516 nur mit offener Visierung geschossen. Die werksseitig mitgelieferte Klappvisierung A.R.M.S. #71 aus Polymerkunststoff wurde gegen ein Aluminium Flip-Up Korn von Samson (Bezugsquelle: Oberland Arms) ausgetauscht. Beim Einschießen von AR-15 Systemen wird die Höhenanpassung grundsätzlich am Korn vorgenommen. Ein Klick im Uhrzeigersinn, also eine Viertel Drehung am Korn, verlagert den Treffpunkt auf 100 Meter um 8,3 mm nach oben.

Als Kimme wird eine MaTech Lochkimme mit einer Haltepunktanpassung bis zu 600 Meter verwendet. Die MaTech besitzt eine Seitenrastung von ½ MOA; das heißt 15 mm auf 100 Meter. Eine Rechtsdrehung bewirkt hier eine Treffpunktverschiebung nach rechts.
Folgt man der Gebrauchsanweisung, muss der Hebel zur Höhenjustierung auf dem Strich zwischen der 300 und 400 Markierung stehen, wenn das AR-15 auf 25 Meter Fleck angeschossen wird.

Nach Montage der Visiereinrichtung waren nur minimale Verstellarbeiten notwendig. Was auf sehr präzise gefräste Picatinnyrails schließen lässt.





„400“
Eine Schießübung aus dem Programm von Kyle Lamb ist der „Test 400“. Begonnen wird auf 100 Meter aus liegender Position mit zehn Schuss, dann von 75 Meter aus sitzender Position mit zehn Schuss, gefolgt aus 50 Meter zehn Schuss kniend und schließlich aus 25 Meter zehn Schuss stehend. Am Ende sollten 40 Treffer auf der Scheibe sein. Diese Übung bietet dem Schützen die Möglichkeit, vier wichtige Schießpositionen sinnvoll zu üben. Gesucht ist dabei nicht ein Loch-in-Loch Streukreis, sondern eine Gesamtgruppe, die sich im vorgegebenen Zielmedium befindet. Der Schütze sollte die Übung so schnell wie möglich absolvieren. Außerdem zeigt sich hier mitunter, dass es einen Unterschied zwischen einem „statischen Zero“ (also dem Einschießen der Waffe vom Sandsack aus) gibt und einem realen „Zero“, welcher sich beim Nutzen diverser anderer Schießpositionen zeigt.





½ & ½ Drill
Beim ½ & ½ Drill wird aus drei Entfernungen geschossen: 20 Meter / 10 Meter / 5 Meter. Jeweils zehn Schuss. Die Vorgabezeit halbiert sich genau so, wie die Entfernung. Soll heißen: Bei 20 Meter stehen 10 Sekunden zur Verfügung, bei 10 Meter noch 5 Sekunden und bei 5 Meter lediglich 2,5 Sekunden, um die jeweils zehn Schuss ins Ziel zu bringen.
Das Zielmedium kann die A- oder C-Zone einer IPSC-Scheibe oder eine vergleichbar große Fläche sein. Kyle Lamb macht hier keine genauen Vorgaben. Die Box unserer Scheibe entspricht etwa der A-Zone von Lamb.




Die Störung
Beim ½ & ½ Drill erlebte die SIG 516 auch ihre erste Störung. Klassifizieren könnte man die als Zuführstörung: Der Verschluss / die Verschlussfeder waren nicht stark genug, die Patrone aus dem Magazin ins Patronenlager zu drücken. Es war kein Double-Feed (Typ III) und auch keine Auswurfstörung (Typ II). Am ehesten ließe sich die aufgetretene Störung als Typ IV klassifizieren.
Die Ursache konnte nicht vollends geklärt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war sie jedoch magazinbedingt. Das Magazin wurde gekennzeichnet und steht unter Beobachtung.
Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass die Schließfeder in der Tat zu schwach ist.





Fazit
Die SIG 516 ist eine sauber verarbeitete Waffe mit einem präzise funktionierenden (wenn auch relativ harten) Abzug. Das Abzugsgewicht von 3,9 kg steht schnellen Schussfolgen jedoch nicht im Weg.


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Freitag, 6. Januar 2012

SIG 516 Langzeittest – Woche 01

Die SIG 516 war eine der großen Neuheiten auf der IWA 2011. Seit letztem Sommer ist sie erhältlich. Das Besondere an diesem AR-15 von SIG Sauer ist das Kurzhubgassystem. Im Gegensatz zum traditionellen Stoner-System werden hier keine Pulvergase in den Verschluss geleitet.



direct gas impingement
Alle AR-15 Selbstladegewehre haben ihren Ursprung im so genannten Stoner-System. Eugen Stoner, US-amerikanischer Waffenkonstrukteur, entwickelte in den 1950er Jahren das „direct gas impingement“ System weiter. Diese Art den Nachladevorgang einer automatischen Waffe in Gang zu setzen, basiert auf einer Gasentnahmebohrung im Lauf und der Weiterleitung der Gase über ein Gasrohr auf den Verschlussträger. Dort verrichten die Pulvergase ihre Arbeit, indem sie den Verschlussträger über die Entriegelungssteuerkurve zurückschleudern. Die Entwicklung Stoners wurde in den 1960er Jahren unter der Bezeichnung M16 als Standardwaffe bei den US-amerikanischen Streitkräften eingeführt. Stoner war keineswegs Erfinder dieses Systems, er hat es nur weiterentwickelt. Bereits im Jahr 1942 führte die schwedische Armee das Ljungman-Selbstladegewehr AG-42B ein, welches nach demselben Prinzip funktionierte. Auch bei den französischen MAS-49 Selbstladern werden die Gase direkt auf den Verschluss geleitet. Die Vorteile dieses kolbenlosen Systems liegen im geringeren Waffengesamtgewicht und insbesondere bei der geringeren bewegten Masse in der Waffe während des Schusses. Als Nachteil wird von Kritikern gern der höhere Verschmutzungsgrad angeführt, der durch die Ablagerung von Pulverschmauch im Verschluss entsteht.




Gaskolbensystem
Neben dem „direct gas impingement“ System kennt der Waffenbau bei Gasdruckladern noch das Gaskolbensystem. Bekannte Waffenmodelle, die mit diesem System arbeiten sind beispielsweise das amerikanische M1 Garand, die Kalaschnikow AK-47, AKM und ihre Varianten und das Schweizer Sturmgewehr 90 bzw. die Baureihe SIG 550 aber auch das G36 der Bundeswehr. Bei diesem System werden die Pulvergase nicht bis in den Verschlussträger geleitet, sondern auf einen Kolben (auch Piston genannt). Der Kolben drückt über ein Gestänge auf den Verschlussträger. Die SIG 516 ist ein „short stroke“ System. Hierbei läuft der Kolben nicht über die volle Länge des Verschlussweges zurück. Der deutsche Fachbegriff Kurzhubgasdrucklader bezeichnet das „short stroke“ System sehr treffend.
Die Verschmutzung entsteht beim Gaskolbensystem weniger im Verschluss, dafür aber im Arbeitsbereich des Kolbens. Diese Stelle sollte gelegentlich einer Reinigung unterzogen werden.
1000Dank an den aufmerksamen Leser, der uns hier auf eine fehlerbehaftete Formulierung aufmerksam machte! Text angepasst.





Gasventil
Das Gasventil der SIG 516 ist verstellbar und arbeitet in vier Positionen.
Position 1 (Ventilkopf steht senkrecht) ist normaler Betrieb.
Position 2 (folgende Stellung gegen den Uhrzeigersinn bei Draufsicht) kann bei starker Verschmutzung der Waffe verwendet werden. Hierbei wird eine größere Menge Gas gegen den Kolben freigegeben. Der Hersteller warnt aber bei Dauergebrauch in Pos. 2 vor höherem Verschleiß der Waffe und rät zu einer Reinigung.
Position 3 (weiter gegen den Uhrzeigersinn) steht für „Suppressed“; also die Verwendung mit Schalldämpfer. Der Ladevorgang wird durch einen reduzierten Gasdruck an den Schalldämpferbetrieb angepasst.
Position 4 (Drehung aus Pos. 1 im Uhrzeigersinn, Ventilkopf steht waagerecht) verschließt das Gassystem. Die Waffe funktioniert als Einzelschusswaffe ohne Verschlussbewegung.

Zerlegen
Das Zerlegen des Gassystems ist denkbar einfach. Aus Pos. 4 heraus wird das Ventil weiter in Richtung Uhrzeigersinn gedreht (bei Draufsicht), bis es entriegelt. Das Ventil mit Gestänge und Feder kann jetzt nach vorn aus der Waffe entnommen werden. Zerlegearbeiten am Handschutz sind dazu nicht erforderlich. Der Einbau ist ebenso unkompliziert. Das Gestänge besitzt im unteren Bereich, auf sechs Uhr, eine Aussparung. Nur in dieser Weise passt der Piston wieder in die Waffe.




A3-Gehäuse und Visierung
Im Gegensatz zu einem A2-Gehäuse, bei dem die hintere Visiereinrichtung fest mit dem Gehäuse verbunden ist, besitzt die SIG 516 ein A3-Gehäuse. Diese Modellvariante wird auch als „Flattop-Receiver“ bezeichnet. Auf der MIL-Standard-1913-Picatinnyschiene können mühelos andere Zielvorrichtungen angebracht werden. Im Lower Receiver befindet sich ein kleiner Pin. Dieses federnd gelagerte Druckstück hat die Aufgabe, das Spiel aus dem Obergehäuse (Upper Receiver) und dem Griffstück (Lower Receiver) zu nehmen. Die Waffe wird dadurch steifer.

Im Lieferumfang enthalten sind Klappkimme und -korn des Typs A.R.M.S. #71. Diese sind aus widerstandsfähigem Polymer gefertigt. Der Hersteller empfiehlt dennoch, das Korn nicht direkt über der Gasentnahme zu montieren. Es könnte durch die Hitzentwicklung seinen Aggregatszustand ändern und unbrauchbar werden. Wird das Korn nach hinten versetzt auf dem Handschutz montiert, beträgt die Visierlinie gerade noch 31 cm. Gegenüber einem vergleichbaren AR-15 mit 16“-Lauf und mid-length-Gasabnahme, opfert der Anwender mindestens 10 cm Visierlinie. Natürlich spielt dieser Umstand keine tragende Rolle, wird die SIG mit einem Schmidt & Bender Short Dot oder einem Aimpoint ausgestattet. Unterstellt man aber, dass jedes Gewehr eine funktionierende Notvisierung haben sollte, mit der zumindest 300 m überbrückt werden können, sind 31 cm nicht viel.




Wir entschieden uns dazu, die offene Visierung komplett auszutauschen und gegen ein Klappkorn von Samson zu ersetzen. Das Aluminiumbauteil ist weniger hitzeanfällig und kann direkt auf dem Gasblock montiert werden. Die Visierlinienlänge wächst dadurch auf 35 cm. Außerdem verwenden wir die Klappkimme von MATECH mit einer Haltepunktanpassung bis zu 600 Meter.
Ein gelegentlicher Austausch der Visiereinrichtungen wird die einzige Modifikation sein, welche die SIG 516 im Langzeittest erfahren wird. Ansonsten bleibt die Waffe, wie aus der Verpackung entnommen.




Lauf und Verschluss
Die Lauflänge beträgt 42 cm, wodurch die Waffe auch für bundesrepublikanische Sportschützen erwerbbar wird. Es gibt zwei Dralllängen. Die Version 1:7 ist nur für Export bzw. militärische Aufträge vorgesehen. Die Zivilversion besitzt einen Drall 1:10. Mit dieser Dralllänge sollte die Waffe sowohl mit 55 gr. als auch mit Geschossen bis 69 gr. gut zurechtkommen. Der A2-Feuerdämpfer sitzt auf einem Gewinde der Größe ½ x 28 TPI und ist gegen einen Schalldämpfer austauschbar.

Der Lauf ist als Freischwinger konzipiert, was der Präzision zu Gute kommt.
Was beim Zerlegen der Waffe sofort auffällt, ist die Haptik des Verschlussträgers. SIG Sauer arbeitet hier mit einer Beschichtung namens DLC. DLC steht für diamond-like Carbon und ist eine Beschichtung mit besonders reibungs- und verschleißmindernden Eigenschaften.
Der komplette Verschlussträger wiegt 310 Gramm. Das sind 5 Gramm weniger als der Standardverschluss eines XR-15.

Ausstattungspaket
Die SIG 516 wird in einem hochwertigen Ausstattungspaket geliefert, welches für ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis sorgt. Geliefert wird die Waffe in einem verschließbaren Hartschalenkoffer, indem zwei Gewehre bis zu 114 cm Gesamtlänge transportiert werden könnten. Waffenreinigungsset mit zerlegbarem Putzstock und ein 20-Schuss-GMAG-Magazin mit Limiter für 10 Schuss sind ebenfalls dabei.
Das beiliegende Schussbild verspricht auf 100 Meter eine Gruppe von 18 mm. Angeschossen wurde die Waffe vom Werk mit der GECO Target in 55 gr.
Darüber hinaus befindet sich wie schon erwähnt die A.R.M.S. Klappvisierung des Typs #71 mit im Paket. Diese erzeugt Co-Witness mit den gängigen Leuchtpunktzielgeräten von Aimpoint, Trijicon oder EO Tech.
Die SIG 516 besitzt ein MagPul MOE-Griffstück und den MagPul MOE-6-Positionen-Schiebeschaft.

Fazit
Wenn ein Schwergewicht wie SIG Sauer einen Selbstlader anbietet, hat das langfristig vor allem einen positiven Effekt für die Anwender. Mit den Verkaufserfolgen der SIG 516 sollte die Unternehmensleitung bei SIG Sauer auch erkennen, wie wichtig der Privatmarkt ist. Und dass es in der heutigen Zeit nahezu unerlässlich ist, massive Lobbyarbeit zu betreiben. Wir, die „Selbstladerfraktion“, kaufen diese Waffen gern. Am liebsten von jedem Hersteller ein Modell. Für uns würde mit Verboten oder Restriktionen ein großes Stück Waffenkultur wegbrechen.


Technische Daten
Modell: SIG 516 Patrol
Hersteller: SIG Sauer GmbH; Eckernförde, BRD
Waffenart: Selbstladebüchse (Kurzhubgasdrucklader mit Drehverschluss)
Kaliber: .223 Rem
Lauflänge: 42 cm
Drall: 1:10“, rechts
Magazinkapazität: 10 Schuss und alle gängigen Magazine
Visierung: Offene Visierung mit Klappkimme und Klappkorn
Visierlinie: 31 cm / 35 cm
Abzugsgewicht (bei Testbeginn): 3.900 g
Gesamtlänge: 84 bis 92 cm
Gewicht: 3,475 kg
Preis: 2.100 Euro

Mehr dazu ab 30. Januar auf waffenkultur.com


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Montag, 2. Januar 2012

Neujahr

2011 ist vorüber. Ich möchte allen Lesern dieser Seite, allen Lesern der WAFFENKULTUR und allen Kursteilnehmern von Akademie 0/500 ein gutes Jahr 2012 wünschen.

Unser Open Source Magazin WAFFENKULTUR wurde am Markt sehr gut angenommen. Wir werden versuchen, in diesem Jahr noch eine Schippe drauf zu legen.

Beginnend mit der Kalenderwoche 01 werden wir den neuen Kurzhubgasdrucklader aus dem Hause SIG Sauer einem Langzeittest unterziehen. Die SIG 516 wird uns auf Trainingssitzungen und zu Schießkursen begleiten. Wir werden die Gesamtschusszahl dokumentieren, aber auch etwaige Störungen bzw. verschlissene Bauteile. Dieser Langzeittest vollzieht sich unabhängig; soll heißen ohne Einfluss des Herstellers, da die SIG 516 käuflich erworben wurde.

Kursteilnehmern unserer Gewehrkurse steht die SIG 516 als Leihwaffe zur Verfügung. Wahlweise kann die Waffe mit einer Leuchtpunktoptik von Aimpoint (Comp M4s oder Aimpoint PRO) ausgestattet werden.

An dieser Stelle geht besonderer Dank an alle Kursteilnehmer der Akademie 0/500. Ihr habt das Jahr 2011 zum erfolgreichsten Jahr bisher werden lassen. Manche Kurse waren mehrere Monate vorab ausgebucht. Der Erfolg lässt sich aber nicht nur an Teilnehmerzahlen messen.
Auch das hohe Niveau an Lernbereitschaft und Handhabungssicherheit im Umgang mit Schusswaffen, was durch Privatwaffenbesitzer an den Tag gelegt wurde, ist beispielhaft. Das ist gelebte Waffenkultur. Mein Eindruck, dass Privatwaffenbesitzer ein überdurchschnittliches Maß an Eigenverantwortung besitzen, hat sich erhärtet (und stand nie in Frage).

In 2012 werden wir mit Akademie 0/500 einige der Kooperationen umsetzen und verfestigen, über die wir schon berichtet haben. Im April laufen die ersten Kurse mit NDS in der Schweiz. Diese beiden Tage waren ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht. Weitere Kurse mit NDS werden im zweiten Halbjahr folgen. Wir arbeiten daran, in 2012 mindestens einen US-amerikanischen Trainer in die Bundesrepublik zu holen.

Vorsätze für 2012?
Nicht mehr so viel mit den Jungs draußen rumhängen…




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