Dienstag, 28. Mai 2013

Die Waffenkultur – Ausgabe 10 (Mai/Juni 2013)




Ausgabe 10 (Mai/Juni 2013)


Sieg des Guten

Herr Obama ist mit seiner Antiwaffenkampagne schön gegen die Wand gekarrelt. Obwohl im US Senat die Demokraten die Mehrheit innehaben, ist der Gesetzesentwurf gescheitert. Freiheitswille und gesunder Menschenverstand waren stärker als gefälschte Umfragewerte, Lügen und Verbotspolitik. Im Resultat dürften jetzt mehr US-amerikanische Bürger Waffen besitzen als jemals zuvor. Offiziell soll die Zahl der Waffenbesitzer in den USA bei 100 Millionen liegen. Inoffiziell wesentlich höher. Wie viele es genau sind, wird man wohl nie erfahren, denn auch die bolschewistische Idee einer Waffenregistrierung ist gescheitert.

Ob es für uns Bürger (oder besser: das Personal) der Bundesrepublik Deutschland auch einen Sieg des Guten geben wird, hängt entschieden von unserem Wahlverhalten im September ab. Im Grunde haben wir keine Wahl. Die Grünen in Regierungsverantwortung werden eine Gefahr für die Demokratie und Freiheit im Lande sein. Wer nicht wählt, wählt Grün.



Die Mai / Juni Ausgabe hat folgenden Inhalt:

Ausbildung & Taktik: „The Way of the Pistol“
Ausbildung & Taktik: Das Wyatt-Protokoll
Ausbildung & Taktik: Sniping 4. Generation
Schusswaffen: Oberland Black Label M5
Ausbildung & Taktik: Subkompakte Büchsen in .223 Rem.
Zubehör: Zielfernrohr Vixen 1-6x24
Schusswaffen: Gewehre für weite Schüsse
Ausbildung & Taktik: Der ½ & ½ Drill
Schusswaffen: Mauser M03 Extreme
Fighting Fit: 20 min Minimalprogramme (1)
Geschichte & Geschichten: Europas größtes Römerfest
Das Kalenderblatt: 31. Mai 1902 – Ende des Zweiten Burenkriegs
Buchrezension: Der Deutsch-Dänische Krieg 1864 von Jan Ganschow, Olaf Haselhorst, Maik Ohnezeit und Medieval Handgonnes – The first black powder infantry weapons von Sean McLachlan





Donnerstag, 23. Mai 2013

SIG 516 Langzeittest – Woche 70 und 71


6.000 Schuss ohne Störung; ist die Hauptbotschaft der Testwochen 70 und 71 (KW 20). Die letzte Fehlfunktion hatte die SIG 516 in KW 16 im Jahr 2012 bei etwa 1.100 Schuss Gesamt.


Gesamtschusszahl: 6.930 + 90 = 7.020

Störungen Typ I: 6
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2


Nach mehreren Wochen mit einem ZF, wurde die 516 wieder auf Eisenvisierung und Aimpoint PRO umgerüstet. Außerdem erfuhr die Waffe nach den Tagen auf der 800-m-Bahn eine Detailreinigung. Auch weil sie einiges an Regen abbekommen hatte.




6.000 Schuss ohne Störung ist ein kleines Jubiläum und für Selbstladewaffen durchaus ein beachtliches Resultat. Dieses Jubiläum beging die SIG 516 mit zwei Half & Half Drills. Einmal fehlerfrei geschossen aus dem Rechtsanschlag heraus und einmal nicht ganz fehlerfrei aus der linken Schulter heraus.
Bei der ersten Teilübung aus 20 Yards Entfernung gab es zwei Fehlschüsse. Die Zeit wurde ebenfalls leicht überschritten. So wie bei allen anderen Teilübungen im Linksanschlag auch. Geschossen wurden beide Durchgänge mit offener Visierung.






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Montag, 13. Mai 2013

ZF-Gewehr (4)


Alle Hauptkomponenten sind eingetroffen.
Bei der Waffe handelt es sich um eine Tikka T3 TAC in .308 (kurzer Lauf).



Beim Zielfernrohr viel die Wahl auf ein Kahles K312 II mit 3-12x50 und einem Absehen MIL2. Das ZF arbeitet im mil-System, die Verstellrichtungen sind cw (Uhrzeigersinn).
Der subjektive Eindruck vom Markt ist, dass Kahles einiges an Marktanteilen gewinnen konnte. Das Kahles K312 besitzt einige technische Details, die im Segment der „taktischen ZF“ hilfreich sind. Neben der 1-cm-Klickverstellung und der cw-Drehrichtung ist das u.a. der Parallaxenausgleich bis 30 Meter. Ein Merkmal, dass in der Premiumklasse, zu der das Kahles zählt, kaum jemand hat.



Als Erstausstattung für die Montage dienen Ringe von Era Tac. Der Feldgebrauch wird zeigen, wie weit die Waffe damit kommt. Perspektivisch werden diese Ringe durch eine Blockmontage mit 20 MOA Vorneigung (entweder von Spuhr oder Era Tac) ersetzt werden müssen. Für Schüsse jenseits der 800 m, welche für die Tikka T3 auch in Kurzlaufausführung kein Problem sind, wird eine Vorneigung zwingend erforderlich sein.




ZF-Gewehr (1)
ZF-Gewehr (2) 
ZF-Gewehr (3)
ZF-Gewehr (4)
ZF-Gewehr (5)
ZF-Gewehr (6)
ZF-Gewehr (7)
ZF-Gewehr (8)
Tikka T3 TAC (9)
Tikka T3 TAC (10)
Tikka T3 TAC (11)
Tikka T3 TAC (12)
Tikka T3 TAC (13)
Tikka T3 TAC (14)
Tikka T3 TAC (15)
Tikka T3 TAC (16)


 

Mittwoch, 8. Mai 2013

SIG 516 Langzeittest – Woche 69


Dass die SIG 516 den infanteristischen Halbkilometer problemlos und mit hohem Präzisionspotential überbrücken kann, hat die Waffe bereits mehrfach bewiesen. Aber was leistet die Waffe im Kaliber .223 Rem. bestückt mit einer relativ preisgünstigen 1- bis 4-fach Optik jenseits der 500 m?

Gesamtschusszahl: 6.710 + 220 = 6.930

Störungen Typ I: 6
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2


Wer glaubt, dass das Kaliber 5,56x45 mm für Schüsse jenseits der 300 Meter nicht mehr taugt, liegt falsch. Eine Einsatzdistanz bis 500 Meter ist machbar, wie das S4G-Konzept beweist.
Aber was kann die SIG 516 noch auf 800 Meter leisten? Die außerordentlich gute Präzision der SIG 516 auf 500 Meter machte Mut, den etwas ungewöhnlichen Test zu wagen.
Zur besseren Zielidentifikation ist die Waffe mit einer 1- bis 4-fach vergrößernden Optik ausgestattet. Die Wahl viel hier nicht auf einen der Premiumhersteller, sondern auf das relativ preisgünstige Millett DMS 1-4x24. Der Verkaufspreis liegt bei weniger als 300 USD. Für diesen Preis kann der Käufer keine Stickstofffüllung erwarten und muss auch mit Einschränkungen in der Brillanz des Absehens leben, welches aber dennoch beleuchtet ist.

Gebrauchsanweisung Millett DMS-1

 
Die 500 Meter
Wird die Waffe bei Verwendung der Blockmontage, wie abgebildet auf 25 m mit einem Hochschuss von 35 mm eingeschossen, erreicht das Projektil unter den im Test gegebenen meteorlogischen und geographischen Bedingungen einen zweiten Fleckschuss auf 500 m. Selbst andere, mit der Waffe nicht vertraute Schützen können so Treffer auf ein 45 x 45 cm großes Ziel reproduzieren.




Die 800 Meter
Die weiteste Distanz, auf der die SIG 516 eingesetzt wurde, waren 810 m. Mit Unterstützung eines Beobachters (Spotter) wurde die Waffe einjustiert. Die Klickverstellung der DMS-1 Optik beträgt ½ MOA und arbeitet erstaunlich präzise. Das Absehen mit dem 1 MOA großen Punkt ist auch noch für weite Schüsse geeignet.
Das Zielmedium mit den Abmaßen von 45 x 100 cm wurde mehrfach getroffen. Unter anderem auch dreimal direkt hintereinander.
Auf der Einschießdistanz von 25 m bedeutet das unter den gegebenen Umständen einen Hochschuss von etwa 15 cm.




Problem Seitenwind
Verwendet wurde Munition des Typs GP90 Leuchtspur. Auf Entfernungen jenseits der 500 m wird das Geschoss seitenwindanfällig. Je nach Windstärke sind Ablagen von ein bis zwei Metern möglich und auch kaum mehr kalkulierbar.

Fazit
Treffer auf 810 m sind mit der SIG 516 machbar. Dabei handelt es sich nicht nur um Zufallstreffer. Stärkerer Seitenwind wird allerdings für die Patrone 5,56x45 mm jenseits der 500-m-Marke zu einem Problem. Für Schüsse auf 800 m wurde die 5,56x45 mm aber auch nicht konzipiert.
Für den Infanteristen bedeutet diese enorme Schlagdistanz zusätzliche Sicherheit im Einsatz. Vorausgesetzt seine Schießausbildung trägt dieser Tatsache Rechnung.
Die Präzision einer Waffe erhöht sich nicht proportional zum Kaufpreis des ZF. Um auf 800 m einen Treffer anzubringen, bedarf es keiner Premiumoptik. Das Millett DMS-1 hat diese Arbeitsaufgabe problemlos erfüllt.



Starkregen ist für alle Optiken problemtisch. Wasser sammelt sich und erschwert die Zielerfassung.


 

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Montag, 6. Mai 2013

SIG 516 Langzeittest – Woche 68


In KW 17 diente die SIG 516 ein weiteres Mal zum Vorschießen aller Übungen auf einem unserer Gewehrkurse. Bestückt mit dem Millett 1-4x24.


Gesamtschusszahl: 6.570 + 140 = 6.710

Störungen Typ I: 6
Störungen Typ II: 0
Störungen Typ III: 0
Störungen Typ IV: 2


Zum ersten Mal wurde die SIG auf einem 0/500-Gewehrkurs mit einer 1- bis 4-fach vergrößernden Optik verwendet. Auf den relativ kurzen Distanzen einer Raumschießanlage von 25 bis 50 Meter, gewinnt ein geübter Schütze keinen Vorteil durch die Verwendung einer 1- bis 4-fach Optik. Ganz im Gegenteil; das Sichtfeld wird im Vergleich zu einem Aimpoint oder einer offenen Visierung eher eingeschränkt. Die Waffe muss schon beim In-Anschlag gehen sehr wiederholgenau in die Schulter gebracht werden, damit die Optik zentriert vor dem Auge sitzt um eine schnelle Schussabgabe zu gewährleisten.

Für Testwoche 69 (KW 18) wird die SIG 516 mit dieser Optik auf eine Distanz von 800 Metern eingesetzt werden. Das Ergebnis wird vielleicht überraschen....

 
 

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Sonntag, 5. Mai 2013

Interview auf Spartan.at

Die Kollegen von spartan.at hatten zum Interview gebeten.
Das Resultat könnt ihr hier nachlesen:
http://spartanat.com/2013/05/interview-henning-hoffmann/